langensteiner bienhaus
architekten


Hotel “Der Blaue Reiter”, Karlsruhe-Durlach
















Bauherr
W. Fränkle Verpachtung Karlsruhe

Architekt
Langensteiner Bienhaus Architekten

Standort
Karlsruhe-Durlach, Deutschland

Bearbeitung
1. BA  2000–2001, Neubau Hotel mit 37 Zimmern
2. BA  2005–2007, Erweiterungsbau mit 38 Zimmern
3. BA  2017–2019, Aufstockung mit 7 Zimmern


Das 4 Sterne-Tagungshotel besetzt die Nordostecke des ehemaligen Areals der Pfaff-Nähmaschinen-Fabrik in Karlsruhe-Durlach und profitiert von seiner günstigen Lage in unmittelbarer Nähe der Durlacher Altstadt. Städtebaulich war die Schließung des Bockrands des ehemaligen Industrieareals vorgegeben, welches in diesem Bereich eine außergewöhnliche freiräumliche Weite und einen wertvollen Baumbestand aufweist.

Der Baukörper reagiert auf diese günstige Situation und öffnet sich im Erdgeschoss über die gesamte Westfront mittels eines vorgeschobenen eingeschossigen Gebäudeteils aus Sichtbeton großzügig zum Garten. Hier befinden sich Foyer, Restaurant und Seminarräume.

Zur Straßenseite weicht der strenge Riegel im zentralen Bereich aus der Bauflucht zurück um in der ansonsten geschlossenen Straßenflucht die Vorfahrt und den Hoteleingang klar zu markieren. Hier ist das gesamte Erdgeschoss transparent gehalten um Einblicke und Durchblicke in den Garten zu gewähren – lediglich die Rezeption ist als „Möbel“ in den offenen Raum eingestellt. Um diesen einladenden Eindruck nicht abzumindern, ist die Tiefgarageneinfahrt in die Schmalseite der Hotelvorfahrt integriert und so aus der Blickachse gerückt. Insgesamt bestimmen kubische Form und pure Materialien wie Sichtbeton, Glas und dunkelgrauer Rauputz den Gesamteindruck des Gebäudes. Hotel und Restaurant lassen sich unabhängig voneinander betreiben. Der Hauptzugang des Restaurants erfolgt von der Kanzlerstraße oder - in den Sommermonaten - über die Gartenterrasse.

Die darüber liegenden Zimmergeschosse orientieren sich mit der Mehrzahl der Zimmer hin zur ruhigen Gartenseite. Die einhüftige Gebäudeorganisation im Bereich der Vorfahrt ermöglicht es über großflächige fassadenhohe Verglasung den 56m langen Flur abwechslungsreich zu gliedern und gewährt ausreichend natürliche Belichtung und Orientierung über Blickbeziehungen zu Vorfahrt und Straße, wobei die besondere Auswahl des Glasproduktes nur schemenhaft Einblicke von außen zulässt.


Mark